Das Besondere an diesem Wein Wann immer ein Grand Cru Classé zu besprechen ist, kommt man am Jahr 1855 kaum vorbei. Als Cinquième hatte man Lynch-Bages klassifiziert – demnach in der untersten Stufe der seinerzeit geadelten Spitzenweingüter des Médoc. Wie viele andere Châteaux, die dieses „Schicksal“ ereilte, verzichtet auch Lynch-Bages darauf, den fragwürdigen Ruhm der Fünftklassigkeit auf dem Etikett zu kennzeichnen und belässt es dort ganz schlicht bei „Grand Cru Classé“. Das ist auch deshalb ein kluger Schachzug, da Kenner das Weingut aus Pauillac schon seit Jahrzehnten auf dem ungleich höheren Niveau eines Deuxième sehen. Aus heutiger Sicht mag das Urteil von 1855 darum ungerecht erscheinen. Und doch hat es etwas Gutes für sich, gilt ein Lynch-Bages doch als vergleichsweise erschwingliche Alternative zu höher klassifizierten Grand Cru Classés, die im Glas kaum mehr oder sogar weniger Freude bereiten. Der Grand Vin vom Château Lynch-Bages stützt sich jahrgangsabhängig auf circa 60 bis 70 % Cabernet Sauvignon und auf rund 30 % Merlot. Cabernet Franc und Petit Verdot komplettieren die Cuvée mit jeweils kleinen Anteilen. Der Ausbau des Weines findet in der Regel 18 Monate in Barriques aus Eichenholz statt – davon entfallen üblicherweise Dreiviertel auf neue Fässer. In dieser Zeit entwickelt der Wein seine immer wieder hochgelobte Struktur und Strahlkraft. Ein weiteres Markenzeichen ist seine stets wunderbar ausbalancierte Säure, die ihm eine besondere aromatische Frische verleiht. Die Appellation Pauillac ist für ihre tendenziell eher wuchtigen Rotweine bekannt. Sie liegt auf der linken Seite der Gironde auf der Halbinsel Médoc. Von den 1.200 Hektar Anbaufläche ist der Großteil für Cabernet Sauvignon vorgesehen. In Pauillac befinden sich 18 der 61 Weingüter, die 1855 als Grand Cru Classé klassifiziert wurden, womit die Appellation ihren Sonderstatus im Bordelais eindrücklich unterstreicht. Von 1749 bis 1824 war das Château Lynch-Bages im Besitz von Thomas Lynch, dem Sohn eines Iren, der in der Stadt Bordeaux als Kaufmann tätig war. Von ihm erhielt das Weingut seinen Namen. Der heutige Besitzer ist Jean-Michel Cazes, ein Nachfahre von Jean-Charles Cazes, der das Château 1938 erwarb. Jean-Michel führte Lynch-Bages zu dem Ansehen, das es heute berechtigterweise genießt. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas mit einem tiefen Rubinrot, das violettfarbene Reflexe zeigt. Die Nase präsentiert Aromen von Schwarzer Johannisbeere und dunklen Früchten. Im Mund unglaublich viel Volumen, sehr maskulin, aber auch geschmeidig, mit einer ausgeprägten, seidigen Tanninstruktur. Der Abgang ist ausgesprochen lang anhaltend und wohl balanciert. Was Kritiker zu dem Wein sagen 95+ Punkte von Robert Parker „Der Lynch-Bages 2020 ist der erste Jahrgang, mit dem die neue, hochmoderne Kellerei des Weinguts eingeweiht wurde. Er zeigt Aromen von Cassis und Brombeeren, umrahmt durch Noten von Bleistiftspänen, Gewürzen und edler neuer Eichen. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, tief und vielschichtig. Mit guter Konzentration und reifen, pudrigen Tanninen zeigt dieser noch junge Lynch-Bages bereits ein nahtloses und gut integriertes Profil. Die Assemblage aus 60 % Cabernet Sauvignon, 31 % Merlot, 4 % Cabernet Franc und 5 % Petit Verdot enthält mehr Merlot als üblich, was jedoch eher den Erträgen des Jahrgangs, als einer gewollten stilistischen Veränderung geschuldet ist. Trinkreife: 2030 bis 2065“.
Weingut / Hersteller
Lynch-Bages
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